Dörfer

Troisvierges
Troisvierges
Kirche Troisvierges
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Monument Eichelsberg
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Troisvierges

Troisvierges (1700 Einwohner)

Eine topografische Karte von 1906 zeigt die auffallende Umänderung, die das ehemalige Dorf Ulflingen in den 30 vorhergehenden Jahren erfahren hat. Die Ortschaft hat sich entlang der Straßen nach Wilwerdingen, Asselborn und Biwisch erweitert. Der Weiler Massen ist eingegliedert worden in dem neuen Wohnviertel, der sich in den Niederungen entlang der Woltz und rundum den Bahnhof gebildet hat.

Die Großstraße, die fortan das alte Ulflingen mit seinen neuen Teilen verband, bekam ein geschäftsmäßiges Aussehen und ließ recht bald den ländlichen Charakter der früheren Ortschaft vergessen. Beamte der Bahn und des Zolls stellten einen großen Anteil der Ortsbevölkerung. Die Zahl der Berufe und der Handwerke erhöhte sich zusehends und gutgehende Geschäfte zogen die Kundschaft aus der ganzen Umgehend an. 1910 lebten 1550 Personen in dem aufblühenden Städtchen.

Aber dieses Wachstum erlebte einen schweren Rückschlag nach dem Zweiten Weltkrieg (weniger als 1000 Einwohner im Jahre 1980). Glücklicherweise trat vor über 10 Jahren eine Kehrtwende ein. Industrie und Wohngebiete wurden von der öffentlichen Hand sehr gefördert und dies sollte sofort eine günstige Auswirkung auf die Entwicklung des früheren Eisenbahnortes haben, wo jedoch die Bahn seither viel von der einmaligen Bedeutung eingebüßt hat.

Basbellain
Kirche Basbellain
Altes friedhof
Monument Basbellain

Basbellain

Seltsamerweise blieb Basbellain (Niederbesslingen, in deutsch und Kirchen, in Lux.) der Hauptort der Gemeinde, die 1795 gegründet wurde, und dies bis 1908. Das Dorf ist zu einem großen Teil säkularisiert die Kirche, die von einem großen Friedhof umgeben ist, nimmt immer noch eine dominante Position ein. Nach der Straße prägt sich weiterhin eine weitgehend landwirtschaftliche Bevölkerung im Dorf ein und die Grundschule arbeitet noch in 8 Klassen. Aber bald entschied er sich für eine tiefe Mutation. Die Zahl der Bauern ist auf wenige Einheiten geschrumpft und die Dorfschule ist seit 1974 geschlossen. Das Presbyterium der tausendjährigen Pfarrei ist heute Privateigentum, das Ordensleben ist in einen Zusammenschluss von insgesamt fünf Pfarreien eingegliedert. Die Bevölkerung von Basbellain zählt 247 im Jahr 1900, ist heute nur 148 Einwohner, aber in den letzten Jahren hat es um etwa 30 Personen zugenommen.

Biwisch
Kapelle Biwisch
Kriegsmonument Biwisch
Schieferkreuz Biwisch

Biwisch

Biwisch, eingebettet in einer Talmulde der auslaufenden „Weiler Glëcht“, abgeschirmt nach Norden durch Ardennerwald, zählt erst seit 1925 zur Gemeinde Ulflingen. Ohne große Durchgangstraße bleiben den Einwohnern lästige Verkehrsstörungen erspart.

Um 920 gab es schon in Beveras Hofgüter und eine Kirche. 1805 wurde Biwisch zur neugeschaffenen Pfarrei Ulflingen geschlagen. Eine Landkarte aus dem 16. Jahrhundert verzeichnet Bieffers und läßt Ulflingen unerwähnt. Erst 1925 wurde die Sektion in die Gemeinde Ulflingen eingegliedert.

Im Jahre 1808 hatte Biwisch 100 Einwohner, 1895 waren es deren schon 150. 1981 lebten in Biwisch74 Einwohner in 30 Haushalten; heute leben hier 99 Personen.

 

Kapelle Drinklange
Monument Drinklange
Kirche Drinklange

Drinklange

Das kleine Dorf Drinklange stellt sich in zwei getrennte Teile vor. Der ursprüngliche Weiler klammert sich an einem Südhang.

Nach 1850 entstand entlang der neuen Straße von Ulflingen nach Wemperhaardt eine Häuserzeile in Richtung Wilwerdingen.

Die rege Bautätigkeit der letzten Jahte hat ein ganz anderes Dorfbild gezeichnet. 1900 lebten in Drinklingen 299 Einwohner, heute sind es 160.

Kapelle Goedange
Monument Goedange
Alter Bahnhof

Goedange

Gödingen, das im Jahre 893 mit seinen drei Höfen zur kaiserlichen Abtei in Prüm gehörte, hatte 1864 noch immer die selbe Häuserzahl. Erst der Bau der Eisenbahn Ulflingen-St.Vith und die Eröffnung 1889 des sehr nah gelegenen Bahnhofs Wilwerdingen brachten den Weiler auf den bewaldeten Anhöhen enger in Verbindung mit den Nachbarortschaften.

1900 zählte Gödingen 29 Einwohner, heute sind es 53.

Hautbellain

Hautbellain

Eine ähnliche Entwicklung findet sich in Hautbellain, (Oberbesslingen, und Beesslek, in Lux.) Weniger als einen Kilometer entfernt von Basbellain. Die Bedeutung des Ortes bis zur Französischen Revolution war mit dem neuen Regime völlig verschwunden. Die Handelsstrukturen wurden bald durch die neuen Grenzen mit Belgien und Preußen abgeschafft. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Luxemburg-Lüttich im Jahr 1867 wurden von nun an mehrere hundert Meter die Überreste der Römerstraße geschnitten, die damals "Große Straße von Bastogne nach Stavelot und St. Vith" hieß. Plötzlich verliert dieser alte Weg der Penetration seine gesamte kommerzielle Bedeutung der vergangenen Jahrhunderte.
Dank der Eröffnung des Bahnhofs von Bellain im Jahr 1895 erlebte das Dorf eine gewisse Wiederbelebung. Ein neues Viertel wurde geschaffen, einige kleine Unternehmen ließen sich nieder und die Einwohnerzahl stieg 1900 auf 296.

Huldange

Huldange

Huldingen dehnt sich am Fuße des Burrigplatzes, der auf einer Höhe von 559 m der höchste Punkt des Großherzogtums ist. In der Geschichtsschreibung trat der Ort nur einmal hervor, und dies zu unseliger Zeit, als während des 30jährigen Krieges die Huldinger  1647 von Weihnachten bis August sich in den Wäldern vor den räubernden Soldaten versteckt hatten mussten. Der Weiler, der1781 nur 81 Einwohner zählte, hat seither beständig die Bevölkerungszahl erhöht.

Seine lage in Nähe der wichtigen Straße von Diekirch nach Stavelot brachte mit sich, dass allmähnlich kleine Handelsstellen dort entstanden. Von 1839 bis 1919 befand sich "auf der Schmiede" ein Dreiländereck, wo die Grenzen Belgiens, Preußens und Luxemburgs aufeinander stießen.

Seit der 70er Jahren hat der andauernd zunehmende Grenzverkehr zur Einplanzung von Geschäften größere Ausmaße geführt.

Die vielen modernen Wohnungen entlang der Zufahrtsstraßen der Vergangenheit gaben dem Dorf einen anderen Charakter. Huldange, das 1900 1900 Einwohner hatte, hat heute 351 Einwohner.

Wilwerdange

Wilwerdange

Das Straßendorf Wilwerdingen erstreckt sich über einen sanften Hügelzug in einer Höhe von 510 m. Die nahezu geradelinige Häuserzeile wird nur durch einige massive Bauernhöfe unterbrochen, die sich um die Kirche gruppieren. Das Dorf spielte wohl nie eine hervorragende Rolle im Laufe der Geschichte.

Bis ende des 18. Jahrhunderts gehörte es zu 2/3 zur Herrschaft Houffalize und mit der Rest zur Grafschaft Vianden; die Dorfkapelle mit 22 Familien war ein Teil der Großpfarrei Weiswampach.

Die Ortschaft kannte einen Aufschwung nach dem Bau der St.Vither Eisenbahn.

Ein neuer Ortsteil entstand an der Bahnstation, Geschäfte siedelten sich an und 1910 war die Bevölkerungszahl auf 322 Personen gestiegen. Bis 1918 war besonders der Warenverkehr von und nach Deutschland sehr intensiv. Aber infolge der schweren Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg verlor die Strecke sehr schnell und sehr viel an Bedeutung; sie wurde 1962 geschlossen und anschließend abgetragen. Die Bevölkerung zählte 1981 nur mehr 188 Personen. Heute sind es 320 Einwohner.